Die Reben

Die Domäne nimmt allmählich die Form an, die wir wollen. 2017 bringt verschiedene Neuerungen, was zu folgendem Resultat führt : 1,2 Hektar Reben in Ayent, unterteilt in 8 Parzellen mit den Rebsorten Chasselas, Arvine, Pinot gris, Chardonnay, Amigne, Heida, Pinot noir und Gamay zwischen 550 und 850 m.ü.M.

Die Reben werden biologisch, biodynamisch bearbeitet: Die Böden sind spontan begrünt. Eine Bearbeitung der Böden mit der Egge ist in den zugänglicheren Parzellen fürs Jahresende vorgesehen. Sonst wird die Begrünung mit dem Fadenmäher im Zaum gehalten.

Die Reben werden bei sinkendem, abnehmendem Mond geschnitten, meistens mit dem Schnitt Cordon Royat. Besondere Beachtung wird dabei der optimalen Zirkulation des Pflanzensaftes und der regelmässigen Verjüngung der Pflanze geschenkt.

Schwefel und Kupferdioxid (630g/h in 2017) sind die Basis für die Pflanzenschutzpräparate. Sie werden je nach Bedarf ergänzt durch verschiedene Tee Sude (Wermut, Brennnessel, Schafgarbe, Schachtelhalm, Baldrian) und auch Ziegenmolke. Während der Wachstums- und Entwicklungsphase werden die Mondeinflüsse stark berücksichtigt.

Schliesslich fand die Wümmet dieses Jahr, nicht zuletzt wegen der neuen, weniger hoch gelegenen Parzellen sehr früh statt. Wir haben am 5. September mit dem Chasselas Voos und Echert begonnen und am 22. September mit der Syrah in Fully aufgehört. Letztere werden wir 2018 nicht mehr bearbeiten. Es war eine schöne Ernte, wobei der Frost vom April seine Spuren hinterlassen hat (immerhin 30% Verlust). Dafür wurden wir mit gesunden, leicht zu pflückenden Trauben beschenkt! 2015 und 2016 waren ertragreiche Jahre, wo wir die 40 Hektoliter Schranke überschritten haben. 2017 hat uns „nur“ 28 Hektoliter gegeben… Lebe das 2018!